Reisebericht
Südstaaten- & Floridarundreise Juni 2010
Anreiseschwierigkeiten mit der Deutschen Bahn
Tag 1
An sich sollte unsere Reise mit der Zugfahrt nach Düsseldorf beginnen.... nun ja, die Bahn hatte wieder ein kleines Problem = 3 Kurzschlüsse in der Oberleitung und der Bahnhof Hannover war ausser Gefecht!!! Gott sei dank hatte jemand, quasi zur Sekunde, seinen Leihwagen zurückgebracht. Wir wussten zwar, dass wir die A2 Richtung Dortmund nehmen mussten.... aber dann verliessen sie uns auch schon! Da wir ja aber der Deutschen Sprache mächtig waren und auch sind, konnten wir also die Schilder lesen. Verhältnismäßig schnell und pünktlich waren wir am Flughafen. Am Schalter von Air Berlin war gut was los, also stelle ich mich schon mal an, während meine bessere Hälfte unseren Mietwagen zurückbrachte. Nach dem Check-In hiess es warten.... und was mich ja immer wieder aufs neue erstaunt ist, dass die Deutschen grundsätzlich denken, sie dürfen nicht mit ins Flugzeug... dieses Geschubse und Gedrängel... fürchterlich.... und was ist so schwer daran zu verstehen, wenn das Personal die Reihen zum Boarden aufruft????? Scheinbar jedoch niemand versteht, weshalb so und nicht auf die Plätze, fertig, rein ins Flugzeug...Wenn jemand eine Erklärung hat, bitte bei mir melden!!!!
10 Stunden und dicke Beine später sind wir endlich in Miami angekommen.... Kein schöner Flughafen! Als wir durch die Tür traten erwischte uns der ultimative Hitzeschlag! Schnell zum Shuttlebus und zur Vermietstation unser Auto in Empfang nehmen. Das ging auch alles sehr flott, nur der weg vom Flughafen zum Hotel war dann etwas länger ;-)
Die ersten 2 Nächten haben wir im Riu Florida Beach geschlafen. Der Rezeptionist meinte, wenn wir ein gutes Steak essen wollen, sollten wir zu Mortons gehen. Gesagt.... getan.... Mortons an sich jedoch ist nicht die preiswerteste Alternative. 42 $ für ein Steak (war sehr zart und lecker) und 9 $ für eine Protion Pommes.... nun gut, war unser erster Abend.
Tag 2
Die 6 Stunden Zeitdifferenz zu Deutschland haben wir sehr gut überstanden.
Das Frühstück im Hotel war für amerikanische Verhältnisse sehr vielfältig. Da wir uns kein Navi gemietet hatten, mussten wir nun auf die Suche nach einem Elektronikladen gehen. Auch hier war uns die Rezeption wieder eine Hilfe.... Wir fuhr also zu Best Buy.... Mit Navi fuhr es sich doch gleich wesentlich entspannter! Also machten uns auf ins Art Deco Viertel, anschliessend fuhren wir Richtung McDonalds (denn wir brauchten WLan) und von dort aus dann gen Süden in die Everglades. Was wir jedoch nicht wussten, dass unser Navi dachte, wir hätten einen Sunpass... In Florida gibt es einige Autobahnen die gebührenpflichtig sind. Die meisten Floridianer kaufen einen Sunpass und können gleich passieren, wir als Touris ohne Sunpass hätten natürlich zahlen müssen. Das Navi wusste es besser und schickte uns auf der falschen Seite durch!!! Super, wird dann wohl 100 $ kosten ;-) (Dieser Fehler passierte uns KEIN zweites Mal!) Nach unserem kleinen Malheur ging es zur Alligator Farm in Homestead. Der Eintritt ist sehr moderat, $ 7,50 für einen Erwachsenen. Für ein bisschen mehr Geld kann man auch eine Airboat Tour durch das angrenzende Sumpfgebiet der Farm machen. Die hatten schon stattliche Burschen dort liegen. Auf dem Rückweg hielten wir am Ende der Strasse um dort ein Shake zu kaufen.... Sehr lecker, alle möglichen Geschmacksrichtungen und frisch zubereitet!!!! Auch dort gab es ein kleines Gehege mit Tieren, wo man in Ruhe seinen Shake hätte trinken können.... aber es war zu warm. Da mir nicht nach "rumwandern" unter freiem Himmel, eben wegen der Hitze, fuhren wir ins Shopping Center Sawgrass Mills. Unterwegs erwischte und eine Unwetterfront, nicht zu vergleichen mit einem Sommergewitter in unseren Gefilden.... Wahnsinn, was dort an Wasser den Boden erreichte. Nunja, die Mall war schön, aber wer ein amerikanisches Outlet und die Preise dazu sucht, muss sich nicht dort hin verirren!!!
Tag 3
Miami Beach - Cocoa Beach ca. 350 Kilometer
Huhu, endlich verliessen wir Miami/Miami Beach! Uns war es zu groß, zu hektisch und nicht abwechlungsreich genug.
Nach dem Frühstück fuhren wir den Floridianischen "1" in Richtung Norden. Wirklich, von teuren, schönen Häusern mit privatem Strandzugang bis hin sehr einfachen Wohngebäuden sahen wir alles. Auch hier zeigte sich wieder, dass die Großstädte einfach mal teurer sind, denn der Sprit und auch das Essen war günstiger! Ausser einem leckeren Mittagessen haben wir an diesem Tag nicht viel erlebt, war ja unterwegs. Als wir in Cocoa Beach ankamen, durften wir erneut das subtropische Florida und seine Regengüsse miterleben. Die Nacht verbrachten wir im Cocoa Beach International Palms, direkt an der Hauptstrasse und dem Strand gelegen. Die Zimmer waren groß und sauber, das Personal sehr freundlich. Nach dem Check-In machten wir uns auf zu Ron Johns Surfshop.... Alles war das Suferherz begehrt! Gegenüber gibt es einen anderen Surf/Bekleidungsladen mit einem kleinen Restaurant, dort gabs lecker Pizza ;-)
Tag 4
Cocoa Beach - Savannah (Georgia) ca. 500 Kilometer
Recht früh machten wir uns auf den Weg.... Wollte noch Bekannte in Merritt Island besuchen, wo ich 14 Tage während meines Austauschjahres Urlaub machte.
Von Merritt Island setzten wir unsere Fahrt in Richtung Savannah fort. Vorbei am Space Center (wir haben es aus der Ferne gesehen) ging es nach Daytona Beach, lag ja auf unserem Weg in de Norden. Auch wir wollten, wie alle anderen, mit unserem Auto an den Strand... Überall entlang der Hauptstrasse gibt es Zugänge zum Strand, allerdings kostenpflichtig... ca $5 pro Fahrzeug. Da wir ja noch ein wenig Weg vor uns hatten, blieb uns nicht viel Zeit am Strand... war eh zu warm!
Von Daytona fuhren wir nach St. Augustine. Eine sehr schöne Stadt und für jeden im Grunde ein Muss.... Leider hatten wir ein bisschen Pech was das Wetter anbelangte, denn es regnete mal wieder. Steht jetzt auf dem Plan der nächsten Reise.
Als wir die Grenze zu Georgia passierten, änderte sich auch schlagartig die Vegetation... In Florida gabs Palmen an ungefähr jeder Ecke, in Georgia nicht mehr. Am Abend kamen wir in Savannah an. Unser Hotel, das Super 8 lag ca. 20 Fahrminuten ausserhalb, was sich als ganz gut herrausstellte, denn wir konnte kostenfrei parken, was ja doch nicht ganz unerheblich ist, wenn man jeden Tag das Parken zahlten müsste.
Nach dem Frischmachen gings auf in Richtung Stadt. Zuerst sahen wir eine riesige Brücke... da wir ja neugierer Natur sind, wollten wir sehen, wo sie hinführte. Und schwupp die wupp waren wir im Bundestaat North Carolina. Super, auch den konnten wir abhaken. Mit null Ahnung fuhren wieder zurück nach Savannah und fanden uns an der Riverstreet wieder. Die restaurierten Straßen zwischen River und Bay Street - Riverfront Plaza and Factors' Walk. Eine super urige Gegend. Die Riverstreet besteht aus Lagerhäusern und Passagen aus dem 19. Jahrhundert. Dort herrscht Parkplatzmangel! Wie überall gab es ein Parkhaus für genügend Autos... aber auch die wollten wieder Geld sehen. Nachdem wir unseren Weg über steile Treppen zurück zur Riverstreet gemacht hatten, fanden auch wir ein lauschiges Plätzchen a und konnten unser Abendessen mit Südstaaten Flair geniessen.
Tag 5
Savannah - Dawsonville ca. 490 Kilometer
Nach dem Frühstück wollten wir uns historic Savannah noch ansehen, denn historisch gab es einiges. Voller Tatendrang schmissen wir Geld in die Parkuhr... nur gut das Sonntag war und somit das Parken kostenlos gewesen ist... so kann man sich auch als Tourist outen ;-).
Angefangen beim Telfair's Owens - Thomas House über den Colonial Park Cemetary, die Independent Presbyterian Chruch zum Juliette Gordon Low Birthplace machten wir unseren kleinen Rundgang. Da wir auch heute ja wieder eine recht lange Strecke vor uns hatten, blieb uns nicht sehr viel Zeit. Aber ich denke, Savannah ist ein Muss, denn die Stadt ist bezaubernd, besonders abends an der Riverstreet!
Nach ca. 5 Stunden erreichten wir Dawsonville, mein Shopping Eldorado auf diesem USA Trip. Die Premium Outlets sind einfach die besten Outlet Center. Sie verfügen über die meisten Läden und haben somit die größte Auswahl. Genächtigt haben wir im Comfort Inn in Dawsonville. Auch dieses Hotel kann ich nur empfehlen, denn das Preisleistungsverhältnis ist top und man hat es mit freundlichem Personal zu tun.
Durch das viele Laufen auf der Shopping Tour hatten wir nicht viel Lust noch groß durch die Gegend zu fahren um uns ein Restaurant zu suchen und das Steakhouse Longhorn war quasi um die Ecke. Zu unserer Überraschung war das Essen "günstig" und echt lecker!
Tag 6
Dawsonville - Bremen ca. 161 Kilometer
Nach dem Aufstehen und einem leckeren Frühstück packten wir unser Auto und los ging es. Da wir ja nicht viel an Strecke vor uns hatten, konnten wir es gemütlich angehen lassen. Unsere Strecke führt an Lake Lanier vorbei, wo wir einen kleinen Halt einschoben.
Am frühen Mittag trafen wir dann bei Johnny und Bonnie ein, einem Bekannten meines Freundes. www.teguterra.com Ein super großes Grundstück, mit vielen Spielsachen für Erwachsene! Golf-Caddy, einen Hummer und so weiter... ;-) Abends gabs lecker American barbecue!
Tag 7
Bremen - Lynchburg und weiter ca. 308 Kilometer
Uns kam die Idee, da wir ja quasi um die Ecke waren, noch einen kleinen Abstecher nach Lynchburg in Tennessee zu machen. In Lynchburg, wie jeder Whiskey Kenner weiss, hat der gute Jack Daniels seinen Betrieb. Also machten wir uns auf über Chattanooga nach Lynchburg. Lynchburg an sich ist ein kleines Städtchen und absolut niedlich. Die Jack Daniels Distillerie liegt direkt an der Hauptstrasse, man kann sie also kaum verfehlen. Was uns gar sehr verwundert hat, die Führung ist KOSTENFREI (zumindestens war sie das bis Juni 2010). Gut für unseren ohnehin schon gut geschröpften Geldbeutel ;-). Im Eingangsbereich findet man eine kleine Ausstellung über den Werdegang von Jack Daniels. Wenn es dann soweit ist, werden Nummern aufgerufen und man findet sich einem kleinen Raum ein. Gut klimatisiert, war auch echt nötig, weil sehr warm, nahmen wir platz und schauten uns ein Videofilm an. Keine Angst, dieser Film dauert nicht lange. Anschliessend ging es auf der anderen Seite durch eine Tür in einen kleinen Bus der uns an den Anfang der Führung brachte. Unser Führer im Übrigen war auch bei uns in Deutschland in der Werbung zu sehen. Ein absolut typischer Jack Daniels Mitarbeiter... denn dort arbeiten wirklich nur Familienmitglieder, die seit Generationen für das Unternehmen tätig sind. Super, diese Tour kann ich also nur weiterempfehlen! Anschliessend fuhren wir weiter in Richtung Memphis.... und kaum zu glauben, auf dem Weg durch Nashville standen wir doch tatsächlich im Stau... Was wir dort wollten?? Unser Navi fand die Route gut ;-) Was wir natürlich auch nicht mitbekommen haben, auf der Strecke passierten wir eine Zeitzone... Irgendwo fanden wir ein kleines Motel und verbrachten dort die Nacht.
Tag 8
und weiter Lynchburg - Memphis ca. 456 Kilometer
Frühstück gab es heute bei Dairy Queen, war auch mehr schon Mittag, aber
to be continued
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